In fast jeder Schublade liegt ein altes Smartphone, das nicht mehr genutzt wird. Dabei steckt darin oft mehr Geld, als man denkt – wenn man weiß, wo man es am besten verkauft. Ob bei einem Spezialportal, im Elektromarkt oder privat: Der Preisunterschied kann erheblich sein. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, den Überblick zu behalten und den höchsten Erlös zu erzielen.
Durchschnittlicher Erlös: 50 bis 500 Euro ·
Anzahl der Ankaufportale: über 20 ·
Wertverlust pro Jahr: bis zu 50 % ·
Ungenutzte Handys in Deutschland: über 200 Millionen
Kurzüberblick
- Stiftung Warentest bewertete Clevertronic.de als Testsieger (Focus Online (Verbraucherportal))
- Welches Portal für sehr alte Modelle am besten zahlt, bleibt offen (Stiftung Warentest (Testportal))
- Bei Clevertronic war das Geld laut CHIP nach drei Tagen auf dem Konto (CHIP (Technik-Ratgeber))
- Ein Vergleich der Ankaufpreise lohnt sich immer – die Portale passen ihre Preise regelmäßig an (WELT.de (Wirtschaftsredaktion))
4 Fakten auf einen Blick: So viel ist Ihr altes Handy durchschnittlich wert.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Durchschnittlicher Wert | 150 € |
| Anzahl der Portale | > 20 |
| Wertverlust nach 2 Jahren | ca. 50 % |
| Handys in deutschen Schubladen | über 200 Millionen |
Wo verkaufe ich am besten ein Handy?
Vergleich der Online-Plattformen
- ZOXS, reBuy, deinHandy, Telekom und MediaMarkt gehören zu den größten Anbietern. Stiftung Warentest hat die Portale getestet und bewertet (Focus Online (Verbraucherportal)).
- Clevertronic.de erhielt die Bestnote, dicht gefolgt von Asgoodasnew.com und Zoxs.de (Focus Online (Verbraucherportal)).
- My-Ankauf.de und Handy-Bestkauf.de fielen mit „Mangelhaft“ durch (Focus Online (Verbraucherportal)).
Tipps zur Vorbereitung des Verkaufs
- Sichern und löschen Sie alle persönlichen Daten, bevor das Gerät die Kontrolle durch den Anbieter durchläuft (WELT.de (Wirtschaftsredaktion)).
- Legen Sie Ladekabel und Originalverpackung bei – das steigert oft den Ankaufpreis.
Wo bekommt man am meisten Geld für ein altes Handy?
Faktoren, die den Preis beeinflussen
- Zustand und Modell sind die entscheidenden Faktoren: Ein neuwertiges iPhone 5s erzielte bei Clevertronic 220 Euro, ein Samsung Galaxy S5 Mini 125 Euro (CHIP (Technik-Ratgeber)).
- Je höher die Nachfrage nach einem Modell, desto mehr zahlen die Ankäufer. Ältere oder defekte Geräte erzielen deutlich weniger.
So erzielen Sie den Höchstpreis
- Vergleichen Sie die Preise auf mehreren Portalen. Laut Trusted.de bot ZOXS in 19 von 20 Fällen den besten Preis (Trusted.de (Vergleichsportal)).
- mySWOOOP und WIRKAUFENS liegen knapp dahinter (Trusted.de (Vergleichsportal)).
Die höchsten Preise gibt es online – aber der Versand und die Wartezeit auf die Auszahlung erfordern Geduld. Wer sofort Geld braucht, wählt lieber den Elektromarkt.
Welcher Handy-Ankauf zahlt am meisten?
Aktuelle Spitzenreiter im Test
- ZOXS wird von Trusted.de als aktueller Testsieger 2026 bezeichnet (Trusted.de (Vergleichsportal)).
- Clevertronic und Zoxs zahlten im Stiftung-Warentest-Vergleich am meisten (Focus Online (Verbraucherportal)).
- Asgoodasnew.com und reBuy sind ebenfalls gut bewertet, liegen preislich aber etwas darunter.
Vorsicht vor versteckten Abzügen
- Manche Portale kürzen den angegebenen Preis nach der Prüfung des Zustands. Lesen Sie die Bewertungskriterien vor dem Versand genau.
- Edeka und MediaMarkt bieten oft Festpreise, die unter den Online-Angeboten liegen – dafür ist das Geld sofort da.
ZOXS hat sich in kurzer Zeit an die Spitze gesetzt und bietet laut Trusted.de 19-mal den besten Preis – aber achten Sie auf die Zustandseinstufung, denn der tatsächliche Preis kann abweichen.
Wie viel Geld bekomme ich für ein gebrauchtes Handy?
Preisspannen nach Modell und Zustand
- Ein durchschnittlicher Erlös liegt zwischen 50 und 500 Euro, abhängig von Marke, Modell und Zustand (CHIP (Technik-Ratgeber)).
- Top-Modelle wie das iPhone 15 Pro Max bringen noch über 500 Euro, ältere Geräte schnell nur noch 20–50 Euro.
- Defekte Handys (kaputtes Display, Akku) werden oft noch mit einem reduzierten Restwert vergütet – auch das lohnt sich, statt sie wegzuwerfen.
Beispiele für aktuelle Ankaufpreise
Die folgende Tabelle zeigt, wie stark die Preise je nach Modell variieren können.
| Modell | Zustand | Preis bei Clevertronic |
|---|---|---|
| Apple iPhone 5s | Gut | 220 € (laut CHIP-Test) |
| Samsung Galaxy S5 Mini | Gut | 125 € (laut CHIP-Test) |
| iPhone 13 (128 GB) | Sehr gut | ca. 350–400 € (Schätzung) |
Die genannten Preise stammen aus Tests und sind nicht verbindlich. Ein aktueller Vergleich lohnt sich vor dem Verkauf immer.
Was zahlt Edeka für alte Handys?
Edeka-Ankauf im Vergleich zu Spezialportalen
- Edeka bietet einen Festpreis, der oft unter den Online-Portalen liegt. Die Aktion ist zeitlich begrenzt und gilt nur für ausgewählte Modelle.
- Während Clevertronic oder ZOXS für ein iPhone 5s 220 Euro zahlen, gibt es bei Edeka meist einen Gutschein oder eine sofortige Barauszahlung, die niedriger ausfällt.
Lohnt sich der Supermarkt-Verkauf?
- Vorteil: Kein Versand, keine Wartezeit, sofortiges Geld oder Gutschein.
- Nachteil: Deutlich geringerer Erlös – wer den Maximalpreis will, kommt um die Online-Portale nicht herum.
Vergleich der wichtigsten Ankaufportale
5 Portale, ein klares Muster: Die spezialisierten Online-Anbieter zahlen deutlich mehr als die stationären Märkte.
| Portal | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Clevertronic | Testsieger Stiftung Warentest, schnelle Auszahlung (3 Tage) | Preisbindung nach Prüfung |
| ZOXS | Meistbietender, kostenloser Versand | Bewertungskriterien teilweise undurchsichtig |
| reBuy | Bekannter Anbieter, gute Bewertungen | Preise oft niedriger als bei ZOXS |
| MediaMarkt | Sofortvergütung, Filialnetz | Niedrige Ankaufpreise |
| Edeka | Sofortauszahlung (Gutschein/Bar) | Sehr niedrige Preise, zeitlich begrenzt |
Das Muster ist eindeutig: Wer online verkauft, erzielt in der Regel den höheren Preis.
Vor- und Nachteile der Verkaufswege
Vorteile
- Online-Portale: Höchste Preise, bequemer Versand
- Elektronikmärkte: Sofortiges Geld, kein Versand
- Privatverkauf (eBay/Kleinanzeigen): oft höhere Preise möglich
Nachteile
- Online-Portale: Wartezeit auf Auszahlung (2-5 Tage)
- Elektronikmärkte: Geringe Vergütung
- Privatverkauf: Betrugsrisiko, Aufwand für Versand und Kommunikation
Schritt-für-Schritt: So verkaufen Sie Ihr Handy am besten
- Daten sichern und löschen: Erstellen Sie ein Backup, melden Sie sich von allen Konten ab und setzen Sie das Gerät auf Werkseinstellungen zurück (WELT.de (Wirtschaftsredaktion)).
- Zustand ehrlich bewerten: Je genauer Sie Zustand und Zubehör angeben, desto weniger Abzüge gibt es später.
- Preise vergleichen: Nutzen Sie unabhängige Vergleichsseiten oder testen Sie 3–4 Portale direkt.
- Handy verpacken und versenden: In der Regel stellt das Portal ein kostenloses Versandlabel zur Verfügung.
- Geld erhalten: Die Auszahlung erfolgt per Überweisung oder PayPal, meist innerhalb von 1–5 Werktagen.
Was ist gesichert – und was bleibt unklar?
Bestätigte Fakten
- Handys verlieren schnell an Wert – bis zu 50 % nach zwei Jahren.
- Ein Vergleich der Ankaufpreise lohnt sich immer (Stiftung Warentest (Testportal)).
- Clevertronic und ZOXS zahlen in Tests am meisten.
- Stiftung Warentest hat Ankaufportale getestet und bewertet.
Ungenügend belegte Behauptungen
- Welches Portal bei sehr alten Modellen (älter als 8 Jahre) den besten Preis zahlt – dazu gibt es kaum aktuelle Daten.
- Wie nachhaltig die Portale tatsächlich wirtschaften und ob die Geräte tatsächlich recycelt werden, ist nicht transparent.
- Die genaue Höhe der versteckten Abzüge nach der Zustandsprüfung ist von Portal zu Portal unterschiedlich und schwer vorherzusagen.
Die Handy-Helfer-Website (Stiftung Warentest (Testportal)) des gemeinnützigen Berliner Vereins Institut für Technik und Journalismus bietet Informationen zu über 8.700 Modellen – eine gute erste Anlaufstelle.
Fazit: Welcher Weg passt zu Ihnen?
Ob Sie Ihr altes Handy schnell loswerden oder den maximalen Erlös erzielen wollen: Die Entscheidung hängt von Ihren Prioritäten ab. Wer bereit ist, ein paar Tage zu warten und den Versand in Kauf zu nehmen, bekommt bei Clevertronic oder ZOXS das meiste Geld. Wer es eilig hat, findet bei MediaMarkt oder Edeka eine unkomplizierte Lösung – aber mit Abschlägen von oft 30–50 %. Für den deutschen Verbraucher ist die Botschaft klar: Vergleichen lohnt sich, denn in der Schublade schlummert mehr Wert, als viele denken. Wer sein altes Handy nicht verkauft, sondern lieber ein günstiges gebrauchtes kaufen möchte, findet in unserem Ratgeber zum Redmi Note 11 Pro oder zum Galaxy S7 weitere Tipps.
Häufig gestellte Fragen
Ist der Verkauf bei Edeka lohnenswert?
Edeka zahlt in der Regel deutlich weniger als Online-Portale. Der Vorteil ist die sofortige Auszahlung in bar oder als Gutschein. Lohnt sich eher für ältere oder defekte Geräte, bei denen der Aufwand eines Online-Verkaufs nicht mehr gerechtfertigt ist.
Wie lange dauert die Auszahlung bei ZOXS?
Wie bei den meisten Portalen dauert es nach Eingang und Prüfung des Handys etwa 2–5 Werktage, bis das Geld auf dem Konto ist. Laut CHIP war das Geld bei Clevertronic bereits nach drei Tagen da.
Kann ich mein Handy nach dem Verkauf zurückbekommen?
Nein, in der Regel geht das Eigentum mit dem Versand an das Portal über. Sie können den Verkauf nicht rückgängig machen. Lesen Sie vorher die AGB.
Welche Zustandsstufen gibt es bei reBuy?
reBuy stuft Geräte in „Sehr gut“, „Gut“ und „Akzeptabel“ ein. Jede Stufe hat eigene Kriterien für optische Mängel und Funktionsumfang. Je besser die Stufe, desto höher der Preis.
Sollte ich mein Handy vor dem Verkauf zurücksetzen?
Ja, unbedingt. Sichern Sie Ihre Daten, melden Sie sich von iCloud/Google-Konto ab und führen Sie einen Werksreset durch. Das schützt Ihre Privatsphäre.
Gibt es eine Preissicherheit beim Verkauf?
Der angezeigte Preis ist eine Schätzung. Nach Prüfung durch das Portal kann der endgültige Betrag abweichen, wenn das Gerät schlechter bewertet wird. Sie können das Angebot dann annehmen oder ablehnen – das Handy wird kostenlos zurückgeschickt.
Was passiert mit den Daten nach dem Verkauf?
Seriöse Portale garantieren die Datenlöschung nach zertifizierten Standards. Dennoch sollten Sie vor dem Versand alle Daten selbst löschen, um auf Nummer sicher zu gehen.
